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Die Mädchenzungenspitzen glitzern lüstern

Versunken im Zungenkuss
Einstmals hat der Zungenkuss die Dichter inspiriert, die Lust daran zu besingen und den Moment zu glorifizieren, in dem sich der Mund öffnet, um die fordernde Zunge aufzunehmen, etwa in der Zeile:

Oh öffne deinen Mund, den spröden, brachen!


Und heute? Noch immer verlocken lüsterne Damen damit, die Zungenspitze ein wenig durch den Lippenwulst hindurchzuzwängen, fast unschuldig. Oder sich die Lippen zu benetzen, wo es nichts zu benetzen gibt. Und beim männlichen Betrachter kommt unwillkürlich der Wunsch auf, einen Anteil an dem feuchten Genuss zu erwerben.

Glänzt ihr Mund, und wölbt er sich feucht, einladend und begierig, so gehen bei den Herren die Signallampen an und der Verstand setzt aus – und sie folgend er Dame, auf Gedeih und Verderb.

Nur Gedichte schreibt niemand mehr darüber.

Titelzeile aus einem Gedicht von Georg Scholz, Beispielzeile aus einem Gedicht von Mynona. (Salomo Friedländer). Beide Anfang 20. Jahrhundert)


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